Tolles FCT im Artland!
Von Sascha Ruffra
Die dreizehnte Auflage des von Fastbreak Trier im Jahre 1998 ins Leben gerufenen Fanclubturniers fand vom 25.-27. Juni 2010 in Quakenbrück statt. Die Gastgeber verbanden die Ausrichtung des Turniers mit den Feierlichkeiten zum diesjährigen 775. Stadtjubiläum.
Das Wochenende stand zunächst unter keinen guten Vorzeichen
Zum ersten Mal hatte Fastbreak Trier ein Frauendefizit! Keine, der sonst zum festen FCT-Stamm gehörenden Frauen hatte Zeit (Kinder mussten versorgt werden oder berufliche Verhinderung). Auch die Organisation musste “flexibel” sein:
Am Morgen der Abfahrt, musste die Anreise noch einmal umgeworfen werden, da plötzlich einer der versprochenen Kleinbusse ausfiel und zu allem Überfluss auch noch einige Spieler kurzfristig absagten.
Der guten Laune tat dies allerdings keinen Abbruch und so machte man sich bei hochsommerlichen Temperaturen mit einem Bus und zwei PKW’s , natürlich mit ausreichend Proviant des Sponsors geladen, auf den Weg in den hohen Norden. (Nochmal “Danke” an Aggy, der mitsamt seinen Massagebänken selber gefahren ist)
Nachdem am Bahnhof in Mayen noch der Exil-Saarländer des Teams aufgesammelt wurde und man an diversen Rastplätzen seine Spuren hinterliess, kam das Trier Team dann am frühen Abend vor der Artland Arena an.
Nach ersten Begrüßungen der alten Bekannten aus den anderen Städten Basketball-Deutschlands, hieß es erst einmal einchecken. Einige richteten sich ihre Schlafplätze in der Turnhalle ein, die meisten begaben sich jedoch auf den angrenzenden Fußballplatz, der vom Veranstalter als Zeltplatz umfunktioniert wurde. Nach dem erstaunlicherweise problemlosen Aufbau der Zelte, ging es zurück zum Partyzelt an der Halle. Für Essen und Trinken war gesorgt, Musik wurde gespielt und das Wetter war optimal!
Einer langen Partynacht stand also nichts im Wege! Alte Kontakte wurden gepflegt und neue Kontakte geknüpft! Dabei fiel auf, das es mittlerweile nur noch drei Personen gibt, die bei allen dreizehn Fanclubturnieren am Start waren: Ein Ulmer, ein Bonner (Tuchi) und ein Trierer (Willi) teilen sich diese Ehre!
Am Morgen danach ging es dann erstmal mit einem reichhaltigen Frühstück im (mittlerweile wieder gelüfteten) Festzelt, bzw. in der Sonne davor los.
Es geht los!
Um 9.00Uhr startete dann für Trier das Turnier.
Dieses Jahr hatte man wegen Spielermangel nur ein Team am Start.
Da man leider immer noch nicht die obligatorische Frau aufbieten konnte, wurde das Turnier mit dem Spieler “Mister X” gestartet. (eine neue Regel für Teams ohne Frau oder Kind: “Mister X” mit rotem Leibchen darf nur passen & verteidigen, nicht auf den Korb werfen).
Im ersten Spiel ging es dann sofort mit einem der schwersten Gegner los: Das Rudel aus Weißenfels! Es war vermutlich das Beste “erste Spiel des Tages” das ein Fastbreak Team in der FCT Historie jemals gespielt hat. Durch eine sehr konzentrierte Leistung gewann man deutlich mit 28:16!
Nach diesem Sieg war das Team erstmal sehr mit sich zufrieden und gönnte sich auf der Wiese vor der Halle ein Sieger-Bierchen. (für manche nicht das erste des Tages!)
Kurz vor dem zweiten Spiel traf dann auch weibliche Verstärkung ein. Danke auch hier nochmal an Hannah, die sich sehr kurzfristig dazu entschlossen hat, dem Team zu helfen und kurzfristig mit dem PKW (mit selbstgemachtem Spoiler
) nachzukommen.
Im zweiten Spiel konnte man gegen das Team “Starting 5″ dann mit voller Besetzung antreten.
Die FCT Neulinge des TSV Tröster Breitengüssbach mussten Lehrgeld bezahlen und verloren mit 31:9 gegen gut aufgelegte Fastbreaker.
Auch im letzten Spiel der Vorrunde gelang ein nie gefährdeter Sieg gegen die Fans von “Maspernpower” Paderborn (40:18) und Fastbreak schloss die Vorrunde als Gruppenerster ab.
Die Zwischenrunde begann mit einer Überraschung, denn man musste wieder gegen die ebenfalls qualifizierten Jungs & Mädels vom Rudel aus Weissenfels ran. Nach kurzer Verwirrung auf beiden Seiten, ob das denn wirklich richtig wäre, konnte das Team aus Trier allerdings die sehr gute Leistung aus dem Eröffnungsspiel wiederholen, bzw. sogar toppen! So wurde zum zweiten Mal gegen die “alten Konkurrenten” gewonnen, diesmal mit 32:19.
Nach einem taktischen Fehler in der Startaufstellung war die erste Hälfte des Spieles gegen die bis dato schwachen Oldenburger “Thunderstorm” sehr zerfahren. Es roch lange nach Sensation, aber am Ende setzte sich die individuelle Klasse der Trierer durch und man konnte das Spiel noch mit 20:11 für sich entscheiden.
Im mittlerweile sechsten Spiel des Tages, gönnte sich das Team dann mal eine Auszeit und verlor überraschend, aber verdient gegen den Alba-Tross aus Berlin mit 16:19.
Das letze Spiel des Tages forderte die mittlerweile geschlauchten Spieler nocheinmal physisch und psychisch. In einem ruppigen Spiel konnte auch gegen das Heimteam aus Quakenbrück, die “Dragon-Front” gewonnen werden (27:23).
Nun war endlich Schluss und es konnte geduscht und abgeschaltet werden.
Nachdem einige durch ihre “5000 kcal Eisbecher” angeschlagen waren, reichte Teambetreuer Felix den ein oder anderen verdünnten Energy-Drink und alle waren wieder für die abendliche Party gewappnet!
Nochmal wurde ausgiebig mit den anderen Teams gefeiert und einige verbündeten sich sogar mit dem bisherigen “Feind von Drüben”, dem Weißenfelser Rudel (die ihre Niederlagen sehr fair anerkannten)!Es wurden Bier und Pizza ausgetauscht und die letzen Sonnenstrahlen genossen.
Da die Live-Band im viel zu heißen Zelt nicht richtig ankam, versammelten sich mit der Zeit immer mehr Leute am “Trierer Tisch” und man hatte sehr viel Spaß! (Grüsse nochmal an Schönen Dunk, das Rudel, die Thekenbunnies, Ulm, Leverkusen, Frankfurt, Entenhausen,…) Den ersten Höhepunkt des Abends setzte dann Aggy, indem er den mittlerweile in ganz Deutschland bekannten “Hammer” vorführte. Diejenigen, die diese Aggy-Show noch nicht kannten, waren begeistert. Diejenigen, die sie kannten lachten sich über Aggy’s nicht beabsichtigte Einlagen schlapp (Text vergessen, Zähne verloren, …).
Den zweiten Höhepunkt setzte dann unser Rekordspieler, der “einfach gut drauf” war und “unter Aufsicht” der Security, einfach mal auf verschiedene Sachen klettern wollte.
Da konnte sogar der saarländische Gastspieler nichts mehr sagen!
Alles in allem eine sehr gelungene Partynacht am Samstag.
Fastbreak Trier: Mit allen Abwassern gewaschen!
Am Sonntag morgen war es dann dementsprechend ruhig im Frühstückszelt. Man grüßte sich durch ein einfaches Kopfnicken. Das musste reichen!
Gespielt wurde natürlich auch wieder.
Die sehr ambitioniert gecoachten “Dragon-Back” aus Quakenbrück (angeblich ein Großteil des NBBL Teams) konnten es am Ende auch nicht ganz verstehen, wieso sie gegen ein größenteils noch betrunkenes Trierer Team mit 29:20 verloren. Hier ist besonders die Leistung unserer einzigen Spielerin, Hannah, hervorzuheben, die Top-Scorer im Team war und wichtige Punkte beisteuerte.
Der nächste Sieg wurde gegen die “Sixth-Man Youth” aus Werne locker nach Hause gebracht (29:18), ehe es im letzten Spiel der Zwischenrunde wieder etwas ruppiger zur Sache ging. Beim hart umkämpften 21:18 Sieg gegen die “Legendaries” aus Braunschweig musste nochmal alles gegeben werden und es zeigte sich, daß man “manchmal auch dreckig spielen muss”. Das Team musste durch lautes Schreien des Betreuerstabes des öfteren aufgeweckt werden (der Coach verlor kurzfristig die Stimme), was später von manch einen Zuschauer als “unmöglich und unfair” betitelt wurde.
Aber egal, die Zwischenrunde wurde schließlich als Tabellenerster überstanden und es ging ins Viertelfinale gegen die Bonner “Defense” (die es selber kaum fassen konnten, daß sie mit diesem Team die Zwischenrunde überstanden hatten).
Auch hier gingen die Fastbreaker relativ sicher zu Werke und zogen durch einen 30:20 Sieg ins Halbfinale ein.
Dort traf man nun auf den größten Gegner in den letzten Jahren – die “Eilper Jungs” aus Hagen!
Die Hagener sind beim diesjährigen FCT angetreten, um ihren Titel zu verteidigen und mit dem vierten Turnierieg mit Fastbreak Trier als Rekordmeister gleichzuziehen.
Es war wie so oft in den letzten Jahren. Ein relativ körperbetontes, hektisches Spiel, in dem Trier immer einem Rückstand hinterherlief und sobald man sich etwas herangekämpft hatte, folgte die kalte Dusche durch mehrere Distanzwürfe durch den Hagener Go-to-Guy.
Die Eilper Jungs gewannen, letztendlich verdient mit 45:38 und zogen ins Finale ein.
Das Spiel um Platz 3 (das ca. 5min nach Abpfiff des Halbfinales begann) wurde vom enttäuschten Fastbreak Team dann nicht mehr ganz ernst genommen und man daddelte sich zu einer 36:41 Niederlage gegen das “Fun Team” aus Ludwigsburg (das einzige Team, das meinte, das Mister X ruhig gegen die Frau beim Gegner Ganzfeldpresse spielen kann)
Die Eilper Jungs gewannen letztendlich das Turnier durch einen Sieg gegen das Rudel aus Weißenfels!
Relativ geschafft, aber dennoch nicht ganz unzufrieden machte sich der Trierer-Tross dann auch auf den Heimweg ins Moseltal.
Ein Highlight auf der Rückfahrt war sicherlich das gemeinsame verfolgen des WM-Achtelfinales Deutschland – England am Radio (inklusive Hupkonzert auf der Autobahn bei jedem Tor).
Alles in allem war es ein gelungenes Wochenende, daß die Basketball Fans in Deutschland nochmal ein Stück näher gebracht hat.
Auch der Organisation durch den Fanclub DragonFire muß ein großes Lob ausgesprochen werden. Es hat eigentlich alles gestimmt: sehr gute Spielanlage/Hallen, gute Versorgung mit Essen und Trinken, sehr schöne Zeltgelegenheit, angenehm entspannte Security und vor allem sehr nettes und immer hilfsbereites Orga-Team.
Danke Quakenbrück für ein tolles Turnier!
Es spielten für Fastbreak Trier:
Alexander “Schmolli” Schmoll (Flummi/Schreihals)
Peter Groß (Raucher/Co-Coach)
Tim Büchel (Player/Co-Coach)
Daniel “Willi” Wilhelm (Rekordspieler)
Christoph “Yao” Emmert (Gaukler)
Roman Emmert (Chaot)
Tobi “Norman” Witz (Motivator/Co-Coach)
Andreas “Ernie” Gerhard (“Mister X”/Hüter der Kiste)
Christian “Chris” Adam (Fastbreak Triers van Bommel)
Florian Kranz (Mr. Assist)
Hannah Stephan (Top-Scorerin)
Sascha “Ruffi” Ruffra (Coach/Flaschenleerer)
Felix Kramm (Betreuer/Handy-,Zigaretten-&Ringträger/Energizer)
Axel Mock (Co-Coach/Betreuer/Bierkühler/wie immer:Mädchen für alles)
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Sehr schöner Bericht! Das war sicherlich ein tolles spaßiges Wochenende für alle Beteiligten